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Die Kenntnis gesellschaftlicher Prozesse, das Erkennen der
eigenen Interessen und der Möglichkeiten, diese in der eigenen
gesellschaftlichen Situation zu vertreten, und die Fähigkeit politischen
Handelns sind Voraussetzungen zum Erhalt und zur Fortentwicklung
einer demokratischen Gesellschaft.
Durch inhaltliche Einschränkungen, Tabus und Denkverbote
und durch die organisatorische Aushöhlung das politischen Unterrichts, sowie die
Nichteinstellung von ausgebildeten Politiklehrern soll der kritische,
gesellschaftsrelevante und emanzipatorische Anspruch der politischen Bildung
angegriffen und in Frage gestellt werden. Die Erziehung zu kritischem und
widerständigem Denken und Verhalten soll verhindert werden:
Allen diesen Angriffen von Seiten anderer
Interessenverbände, der Schulbürokratie, vieler Schulen und einer uninformierten
Öffentlichkeit gilt es gegenüberzutreten.
Das für allen Unterricht – und in verstärktem Maße für die
Fächer des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes gültige
Unterrichtsprinzip der Politischen Bildung kann sinnvoller praktiziert und in
der Fachdidaktik der betroffenen Fächer durchgesetzt werden, wenn ein
eigenständiges und selbstbewusstes Fach Politik an zentraler Stelle des
Unterrichtsangebotes in allen Schulen und allen Bundesländern verankert wird.
Dafür tritt der Verband der
Politiklehrenden ein.
Ziele des Verbandes der Politiklehrenden
Der Verband der Politiklehrer e.V., Hannover, ist die berufliche
Interessenvertretung
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der Lehrerinnen und Lehrer der Fächer Politik, Sozialkunde,
Gesellschaftslehre,
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der Studentinnen und Studenten dieser Fächer,
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der Hochschul-Lehrerinnen und -Lehrer und Ausbilder für
das Lehramt in diesen Fächern,
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der beruflich in der Politischen Bildung Tätigen und
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der im Bereich der Politischen Bildung und ihrer Didaktik
publizistisch und wissenschaftlich Tätigen.
Der Verband der Politiklehrer e.V., Hannover, ist der Überzeugung, dass ein
Paradigmenwandel in der Politischen Bildung, im schulischen Politikunterricht
sowie in der Didaktik der Gesellschaftswissenschaften dringend notwendig ist.
Die kritische Situation an unseren Schulen kann nicht nur durch Veränderungen in
der Schulorganisation und in den Studien- und Prüfungsordnungen verändert
werden. Notwendig ist ein „Neues Denken“, das eine problemorientierte Politische
Bildung im Interesse menschenwürdigen Überlebens durch materiale Demokratie,
soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung einführt. Der Verband der
Politiklehrenden arbeitet an diesem Ziel durch Beteiligung an
Forschungsvorhaben, Publikationen, Tagungen und Veranstaltungen der
Lehrerfortbildung in allen Bundesländern.
Der
virtuelle Verband –
Die internationale Republik
der Politischen Bildung
Traditionelle Verbandsarbeit ist in unserer Gesellschaft in eine grundsätzliche
Krise geraten. Gewerkschaften, Berufsverbände und Parteien finden kaum noch neue
Mitglieder.
Wer für eine Erneuerung der Politischen Bildung eintritt,
muß auch neue Wege an die Öffentlichkeit betreten.
Der Verband der Politiklehrenden wird daher in Zukunft
verstärkt eine abgestimmte und koordinierte Präsentation seiner Ziele und
Vorhaben
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in Buchpublikationen für die wissenschaftlichen Diskurse,
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in Internet-Präsentationen mit möglichst reichhaltigem
Material- und Diskussionsangeboten für eine an den Zielen der Politischen
Bildung interessierten (auch innerschulischen) Öffentlichkeit),
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in weiteren Tagungen und öffentlichen Veranstaltungen
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und in der systematischen Beteiligung an Vorhaben zur
Erneuerung der Politischen Bildung öffentlicher und anderer Träger der
Politischen Bildung.
Folgende politische Themenbereiche stehen dabei im
Vordergrund der Arbeit:
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Globale Veränderungen und Krisen
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Gewalt, Krieg und Friedenspolitik
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Soziale Ungleichheit und Gerechtigkeit
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Neue Lebenskonzepte
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Migration, Flucht, Asyl
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Europa im Wandel
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Kultur und Zivilisation
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