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Aus: Lothar Nettelmann / Dariusz
Adamczyk, Hrsg.:
Zur Frage einer
polnischen Nationalkultur - Index - Polen in Europa: Vergangenheit, Gegenwart,
Zukunft.
Lothar Nettelmann RückblickDer vorliegende Band enthält neben den auf dem Seminar vorgetragenen und dort diskutierten Vorträgen schriftlich von den Autoren vorgelegte und ggf. überarbeitete Referate. In Absprache mit den polnischen Autoren sind seitens der Redaktion sprachlich-stilistische Überarbeitungen und Präzisierungen erfolgt. Ein immer wieder beobachtbares Phänomen ist die anerkennenswerte Mühe polnischer Kolleginnen und Kollegen bei der Übesetzung vom Polnischen ins Deutsche. Es wird dabei die hohe Leistung und der Schwierigkeitsgrad deutlich, in der Fremdsprache zu schreiben oder in diese zu übersetzen. Hinzu kommen Irritationen auf Grund der Rechtschreib-Reform, die auch denjenigen, die von Berufs wegen damit befasst sind, noch Kopfzerbrechen bereiten und dieses auf dem Hintergrund, dass einige namhafte Zeitungen ihre eigene Reform praktizieren und zudem manche Autoren diese bewusst ignorieren. Wir freuen uns darüber, dass Graóyna Szewczyk, die ihr Referat im Mai 2000 im Rahmen im Rahmen unserer gemeinsamen Veranstaltungsreihe mit der Volkshochschule Hannover gehalten hat, der Übernahme des Beitrages gern zustimmte. Der Aufsatz von Krzysztof Ruchniewicz stellt eine Vorababveröffentlichung dar. Das Referat soll zu einem späteren Zeitpunkt in der Reihe ›Begegnung mit Polen‹ in der VHS Hannover vorgetragen werden. Dariusz Adamczyk hat einen ergänzenden Aufsatz auf der Basis der Seminarergebnisse verfasst. Der eher traditionell-historiographisch Ansatz von Leszek Zitkowski wird ergänzt durch die gesellschaftsgeschichtliche und mentalitätsspezifischenAnsätze von Krzysztof Ruchniewicz und Dariusz Adamczyk. Gerhard Voigt wählt definitorische Ansätze zur »Politischen Kultur«. Die Übertragung ,kultureller‘ Aspekte in aktuelle Fragestellungen gelingt Tomasz Markiewicz. Ergiebig sind historisch-soziologische Zugänge zur Thematik. Es erfolgt z.B. eine nicht dissensfreie Zuordnung der Juden als Nation bei Ruchniewicz. Er zeigt die Spannungsbeziehungen zur jüdischen Bevölkerungsgruppe auf. Wie schwierig aus polnischer Sicht eine distanzierte Zuordnung ist gegenüber der kaum erfolgenden Selbstdefinition dieser ›Figuration‹ (nach Norbert Elias), verdeutlicht die Schwierigkeit, aber auch die Tragik dieser Menschen, die seit sieben Jahrhunderten im westlichen wie östlichen Europa mit eigener bewahrter Identität leben. Zweifellos waren die Beziehungen zu den Juden historisch belastet, wie Ruchniewicz ausführt. Der Versuch, die Vielfalt von ›Kultur‹ in adäquater Weise abzubilden, ist eine reizvolle Aufgabe. Wir haben mit den vorliegenden Aufsätzen einige Aspekte beigesteuert. Immer wieder wird deutlich, dass die Entwicklung der polnischen ›Nationalkultur‹ nur abbildbar ist über seine historischen Wurzeln in der ›Adels-Gesellschaft‹ und weiterhin die prägungen in den Phasen von ›Fremdherrschaft‹ und ›Okkupation‹. Die Überklammerung in den Ansätzen von geschichts- sowie sozialwissenschaftlicher Analyse und Darstellungsweise scheint gelungen. Ebenfalls die Einbeziehung von Literatur- und Religionswissenschaft. Allen Autoren ist Anerkennung und Dank auszusprechen.
Angelica Schwall-Düren:
Zum Geleit Witold Krzesinski: Grußwort. Die Aufgaben des Generalkonsulates der Republik Polen Leszek Ziatkowski: Die Adelsrepublik – zur Entstehung einer spezifischen politischen Kultur in Polen Hans-Christian Trepte: Zur Narration nationaler Vergangenheit in der polnischen Literatur Stefan Samerski: Der Beitrag der Katholischen Kirche für die kulturell-nationale Identität Polens im 20. Jahrhundert Gracyna Barbara Szewczyk: Schlesien als deutsch-polnischer Kulturraum Krzysztof Ruchniewicz: Das historische Denken der Polen Tomasz Markiewicz: Die politische Kultur der Polen nach der Wende 1989 Gerhard Voigt: Aspekte von Kultur und Zivilisation: Die kulturelle Dimension des Transformationsprozesses
Internet Publikation
von: Lothar Nettelmann / Dariusz Adamczyk, Hrsg.: Zur Frage einer polnischen
Nationalkultur. Polen in Europa: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Beiträge der
Tagung »Zur Frage einer Polnischen Nationalkultur« der Deutsch-polnischen
Gesellschaft Hannover e.V. im Oktober 2001. Schriftenreihe des UNESCO-Clubs für
die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V. [ISSN 0945-1536],
Sonderheft 1 / 2002. Texte aus der Arbeit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft
Hannover e.V. – Hannover 2002, 156 S., A 5, kart. Index – Durchgesehen Fassung. Alle Rechte vorbehalten. Verwendung im Schul- und Bildungsbereich zugestanden. Jede weitere Verwendung nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Autoren beziehungsweise des Herausgebers, UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V. –
Revidierte
Neupublikation:
Verantwortlich für die
Internet-Publikation: Gerhard Voigt, OStR i.R. Wir bedauern, dass wir in der Internet-Publikation wegen der begrenzten Codierungsmöglichkeiten abweichend von unseren Druck-Ausgaben nicht alle ausländischen Schriftzeichen korrekt darstellen können; das betrifft insbesondere polnische, türkische und serbo-kroatische Zeichen. Wir bitten Autorinnen und Autoren ebenso wie unsere Leserinnen und Leser ausdrücklich um Verständnis und Entschuldigung. |
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Hauptabschnitte: Einzelne Kapitel: Nebenseiten zu diesem Kapitel:
Web-Fassung: 31.01.2006 / rev. 20.11.2009 /
20.12.2009 / 28.01.2010 / 25..07.2011 - Verantwortlich: Gerhard Voigt
<bismarckschule.voigt@gmx.de>
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